Erfahrungsbericht Bridgestone Battlax BT-46

Erfahrungsbericht Bridgestone Battlax BT-46

Nach knapp 10 tkm war es wieder soweit und der alte Reifensatz (Bridgestone Battlax BT-45) musste einem neuen weichen. Nun stand die Frage im Raum, ob ich wieder auf den altbewährten Battlax BT-45 zurückgreife oder den neuen Battlax BT-46 ausprobiere…

Good old BT-45

Der Bridgestone Battlax BT-45 ist prinzipiell kein schlechter Reifen: Er hat eine hohe Haltbarkeit (acht- bis zehntausend Kilometer sind immer drin) und ein recht gutmütiges Verhalten. Dies gilt selbst bei Nässe, vorausgesetzt der Reifen selbst ist nicht zu alt, was aber auch auf jeden anderen Reifen eines beliebigen Herstellers zutrifft.

Es gibt aber auch ein paar Punkte, die mir am BT-45 nicht gefallen:

  • Starke Sägezahnbildung am Vorderreifen mit entsprechender Geräuschkulisse in Schräglage, was bereits schon ab 1000 km Laufleistung einsetzt
  • Starke Abnutzung der Reifenmitte am Hinterreifen, obwohl diese über eine härtere Gummimischung als die Reifenflanken verfügen soll
  • Geringe Eigendämpfung des (Diagonal-)Reifens, was Komforteinbuße bedeutet
  • Ungenaue Rückmeldung von der Straße, speziell am Hinterrad

Der Battlax BT-46

Da der BT-45 bereits deutlich in die Jahre gekommen ist, ist Bridgestone nun beim BT-46 einige Wege neu gegangen:

  • Nur noch eine Gummimischung am Hinterreifen anstatt einer Zwei-Zonen-Mischung (Bridgestone SACT)
  • Gespiegeltes Profil am Vorderreifen, womit der starken Sägezahnbildung entgegen gewirkt werden soll

Die beiden verschiedenen Gummimischungen des mittlerweile bereits seit 22 Jahren auf dem Markt befindlichen BT-45 musste beim BT-46 gegen eine moderne Gummimischung mit hohen Silica-Anteilen weichen. Bridgestone verspricht hierbei eine gleiche Haltbarkeit sowie Trockenperformance wie beim Vorgänger, aber deutlich gesteigerte Nassperformance und Grip. Auch der schnelle Verschleiß des Vorderreifens beim Vorgänger wurde beim neuen BT-46 adressiert: Das Profil ist jetzt ein umgedrehtes V-Profil, welches die oftmals schon nach 1000 km Laufleistung einsetzende Sägezahnbildung verhindern soll. Wenn sich der Reifen dann auch etwas gleichmäßiger abnutzt, sollte das der starken Neigung zum Lenkerflattern (Shimmy) am Ende der Lebensdauer des Vorderreifens etwas entgegen wirken.

Zusätzlich wurden noch einige Details des im großen und ganzen identischen Reifenprofils geändert. So prangt zum Beispiel ein kleines „BT46“ auf der Reifenflanke an Vorder- und Hinterreifen.

Abbildung Vorderreifen Bridgestone BT-46
Vorderreifen Bridgestone BT-46
Abbildung Hinterreifen Bridgestone BT-46
Hinterreifen Bridgestone BT-46

Das Größen-Paradoxon

Da meine Honda NTV 650 einen neuen Reifensatz benötigt, musste ich mir Gedanken machen welche Pellen nun aufgezogen werden sollen. – Diese Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten: Viele NTV-Fahrer schwören auf Den Bridgestone T30/T30evo oder T31, welche als Radialreifen unheimlich handlich sind, aber leider nicht in der Originalgröße für die Honda NTV verfügbar sind.

Das war bisher kein Problem, da die Reifenhersteller Unbedenklichkeitsbescheinigungen zur Reifenumrüstung für diese Reifen bereitgestellt haben. Dabei wurde im Fahrversuch durch den Reifenhersteller ermittelt, ob ein Reifentyp für das Fahrzeug geeignet ist. Es werden also nicht nur wie bei einer Einzelabnahme die Freigängigkeit des Reifens und „eine Runde auf dem Hof gedreht“, sondern es werden ausgiebige Fahrversuche durch professionelle Testfahrer vorgenommen. Entgegen der Meinung des Verkehrsministers erkennen jedoch immer mehr Prüforganistionen diese im Fahrversuch ermittelten Freigaben nicht mehr bei einer Hauptuntersuchung an, sondern verweigern die Plakette aufgrund falscher Reifengrößen, bieten aber an, den Reifen aufgrund der gerade abgelehnten Unbedenklichkeitsbescheinigung per Einzelabnahme abzunehmen und in die Fahrzeugpapiere eintragen zu lassen. Oftmals ist sogar die besagte „Runde auf dem Hof“ nicht mal mehr drin!

Um es kurz zusammenzufassen: Der Halter eines Krad wird also während der HU erpresst, er erhalte die Plakette nicht, wenn die abweichende Reifengröße nicht eingetragen ist! Da haben die Prüforganisationen also eine neue Einnahmequelle entdeckt. – Ein Schelm, wer böses dabei denkt! Im Übrigen kostet so eine Eintragung bis zu 150 €.

Um genau jenes Größen-Paradoxon zu umgehen, habe ich mich bisher immer für den BT-45 entschieden, da dieser in der Originalgröße 110/80-17 57H TL für das Vorderrad und 150/70-17 69H TL für das Hinterrad der Honda NTV650 verfügbar war. Auch muss man mit abweichenden Reifendimensionen mit einer noch stärkeren Tachoabweichung rechnen als diese sowieso mit den Originaldimensionen ist (bei mir sind es bei 100 km/h ca. 10% Vorlauf). Im ungünstigsten Falle hat man dann vielleicht 15% Tachovoreilung, was sich auf den ersten Blick nicht schlimm anhört, denn man fährt einfach 110 bis 115 km/h, um echte 100 km/h zu erreichen, im Umkehrschluss fährt man dann aber auch jede 100 gefahrene Kilometer 10 bis 15 Kilmeter mehr auf den Tacho, die so gar nicht gefahren wurden.

Unbedenklichkeitsbescheinigungen und ihre Gültigkeit

Viele Motorradfahrer sind der Meinung, dass die Reifenfabrikatsbindungen grundsätzlich auch für Motorräder aufgehoben wurden. Dem ist jedoch nicht so! – Maßgebend für Motorräder ist die Richtlinie 97/24/EG (Kapitel 1: Reifen von 2- und 3-rädrigen Fahrzeugen und ihre Montage), hier nachzulesen. Da die Honda NTV 650 (RC33) über eine Reifenfabrikatsbindung verfügt, sind ausschließlich diese Reifen auf dem Motorrad zulässig sowie eine durch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Reifenherstellers erweiterte Reifenfabrikatsbindung in der werkseitig Reifendimension. – Um es auf den Punkt zu bringen: Der Bridgestone BT-45 war bisher neben den nicht mehr hergestellten Reifen, welche in der Betriebserlaubnis aufgeführt sind, also die einzige legale Alternative auf der Honda NTV.

Auf diesen Punkt berufen sich vermutlich die Prüforganisationen. Da die Reifenfabrikatsbindung weiterhin gültig ist und diese nicht durch eine UBB für einen Reifen in Originaldimension erweitert ist, muss also in den Augen der Prüforganisation eine Einzelabnahme erfolgen, denn entweder gibt es keine UBB, damit wäre der Reifen nicht zulässig, oder die Reifendimension weicht von den in der Betriebserlaubnis angegebenen Originaldimensionen ab.

Genau genommen ist der BT-46 jetzt auch nicht legal auf meiner NTV montiert, weil der Reifen zwar den Originaldimensionen entspricht, aber nicht über eine Unbedenklichkeitsbescheinigung seitens Bridgestone verfügt. Der Reifen ist jetzt 3 Monate auf dem Markt und es sind höchstwahrscheinlich nicht alle Fahrtests mit dem Reifen abgeschlossen, schon gar nicht für unser „Alteisen“, der Honda NTV. Da sich aber die Prüforganisationen und die Exekutive bei etwaigen Kontrollen nur auf die Reifengröße konzentrieren und diese lediglich mit der Zulassungsbescheinigung abgleichen, sollte man vor etwaigen Diskussionen und Problemen im Moment sicher sein. Ich gehe ganz stark davon aus, dass der BT-46 die gleichen UBB erhalten wird wie sein Vorgänger.

Fahreigenschaften

Kommen wir nun nach dem rechtlichen Teil zurück zu den Fahreigenschaften des BT-46, denn in über 20 Jahren Reifenentwicklung hat sich natürlich einiges getan und das merkt man dem Reifen deutlich an. Zum Zeitpunkt dieses Berichts habe ich ca. 150 km mit dem neuen Reifen zurückgelegt. Die weitere Entwicklung wie auch den Verschleiß werde ich in einigen späteren Updates zu diesem Artikel hinzufügen.

Handling

Das Handling des BT-45 war bisher immer problemlos: Er ist kein besonders kurvenfreudiger Reifen, aber ein Geradeausläufer, den man in die Kurve zwingen muss, ist er auch nicht gerade. Er entspricht dem guten Mittelfeld und ist für viele Fahrer problemlos zu fahren. Der BT-46 verhält sich hier etwas anders: Das Motorrad will förmlich in die Kurve fallen! Schnelle Kurvenwechsel und Slalom gehen kinderleicht von der Hand, ohne jedoch bei auf der Landstraße üblichen Geschwindigkeiten das Vertrauen in den Geradeauslauf zu verspielen.

Kein neuer BT-45 hat sich jemals so handlich fahren lassen wie der neue BT-46! Punkt!

Grip / Sicherheitsgefühl

Bei den letzten 3 Reifensätzen BT-45 hatte ich beim Losfahren vom Händler bisher immer eine „heiße“ Situation, in denen der neue Reifen schmierte. – Warum befinden sich die ganzen Motorradhändler eigentlich immer weniger als 50 m von einem Kreisverkehr entfernt? 😀

Da es den ganzen Tag regnete, die Straßen vom Pollenstaub noch nicht gänzlich freigespült waren und natürlich der Händler sich an einem Kreisverkehr befindet, habe ich mich dazu entschlossen es wirklich ruhig angehen zu lassen. Was soll ich sagen? Kein Rutschen, keine heiße Situation, einfach nur Grip vom ersten Meter an.

Der BT-46 vermittelt ein unheimliches Sicherheitsgefühl, was beim Vorgänger eher „breiig undefiniert“ ist, was auch auf die gänzlich andere Rückmeldung vom Reifen zurückzuführen ist, dazu aber gleich etwas mehr. Bei unsauber ausgeführten Schaltvorgängen (und da stimmen mir andere Ententreiber bestimmt zu), bekommt man ein kurzes Bremsmoment auf das Hinterrad. Hier merkt man förmlich wie der Reifen am Asphalt klebt, trotz nicht ganz trockener Straße. Ich bin wirklich beeindruckt!

Komfort / Rückmeldung

Wenn man viele lange Touren fährt, dann ist man über den Komfort eines Reifens sehr dankbar! Harte unwillige Reifen melden zwar viel zurück, aber als Fahrer k*tzt es einen bei jeder Asphaltfuge oder Schlagloch förmlich an. Ist der Reifen zu komfortabel, leidet darunter die Rückmeldung der Straße, was mitunter auch in gefährlichen Situationen enden kann, wenn der Grenzbereich des Reifens erreicht wird, der Fahrer aber darüber vorher kaum Rückmeldung bekommt.

Es gilt nun für den Reifenhersteller den Sweet-Spot zwischen Komfort und Rückmeldung zu finden, damit einseits entspanntes Fahren, aber auch einmal eine flottere Gangart bei guter Rückmeldung möglich ist. Dies ist Bridgestone meiner Meinung nach mit dem BT-46 eindeutig gelungen! Der Fahrkomfort des Reifens ist sogar höher als beim BT-45, aber die Rückmeldung ist im Vergleich gigantisch! Die gute Eigendämpfung des Reifens schluckt die unliebsamen Asphaltflicken, man bekommt aber auch Rückmeldung darüber, dass da was war, dies aber gut definiert und nicht nervend. Das Popometer freut sich!

Dieser Aspekt am BT-46 macht mir neben dem hohen Grip und dem Sicherheitsgefühl besonders Freude!

Stabilität

Erwartungsgemäß haben neue Reifen eigentlich kein Stabilitätsproblem. Einfach mal zwischen 60 und 90 km/h beide Hände (vorsichtig!) vom Lenker nehmen und beobachten, was das Krad macht. Der BT-45 war in dieser Disziplin als Neureifen wirklich vorbildlich, baute aber mit jedem gefahrenen Kilometer ab und zeigte einen starken Hang zum Lenkerflattern (Shimmy).

Erst war ich ein wenig enttäuscht, dass sich dieser Effekt auch beim BT-46 auf den ersten Metern zeigte, aber bereits nach einigen Kilometern verschwand. Ob dieser Effekt nur bei kaltem Reifen auftritt oder die noch nicht ganz aufgerauhte Oberfläche des Vorderreifens dafür verantwortlich ist, kann ich im Moment noch nicht beurteilen. Dazu brauche ich noch einige hundert Testkilometer mehr.

Der Reifen wirkt aber nicht unruhig und lässt sich jederzeit ohne jegliche Anstrengung pilotieren.

Verschleißverhalten

Bridgestone konstatiert dem BT-46 ein ähnlich gutes Verschleißverhalten wie das des Vorgängers BT-45. Wenn die Verschleißgrenze dieses Reifensatzes erreicht ist, werde ich hier Informationen nachpflegen.

Fazit

Meiner Meinung nach ist Bridgestone mit dem BT-46 ein ziemlich guter Wurf gelungen!

Das klassische Profildesign kombiniert mit einer Weiterentwicklung der Karkasse und vor allen Dingen der Gummimischung macht den BT-46 zum idealen Reifen für viele klassische Motorräder. Es bleibt zu hoffen, dass die bereits gemachten Erfahrungen sich während der Nutzungsdauer weiterhin bestätigen, denn das macht den BT-46 zu einem idealen Sport-Touringreifen, der technologisch jetzt auch im 21. Jahrhundert angekommen ist!

30 Gedanken zu „Erfahrungsbericht Bridgestone Battlax BT-46

  1. Danke auch für den Bericht. Ich habe auf meiner Royal Enfield Interceptor 650 serienmäßig Pirelli Phantom, die unangenehm empfindlich auf Längsrillen sind. Ich plane baldmöglichst auf den BT46 zu wechseln

    1. Hallo Michael. Ich fahre die Continental GT 650 seit einem Jahr. Bei 8700km sind langsam neue Socken fällig. Hast Du den BT46 inzwischen montiert? Grüße, Basti. 🙂

    2. Hallo Michael habe bei meiner interceptor BT 46 montiert.Jetzt 1000km.Motorrad Riesenunterschied zum Pirelli.Top verhalten,tolle Kurvenlage etc.Und Kurven haben wir hier im Sauerland viele.Gruß Reinhard

  2. Hallo Sven. Danke für den Bericht! Ich kann deine Erfahrungen voll und ganz teilen. Ich bin die ersten 50 km mit meiner Royal Enfield gefahren. Stabilität, Kurvendrang und Vertrauen bei Nässe sind einfach unglaublich! Der originale Pirelli Sportscomp ist ne schlappe Nuss dagegen.

    1. Moin zusammen.
      Bei meiner Kawa GT750 ist der Hinterreifen nach 5500km auch hinüber. Sonst kann ich nichts schlechtes über den Reifen sagen.

  3. Vielen Dank für den Bericht

    fahre den BT45 seit ca 2005 auf einer R100R M

    Sägezahn vor allem nach dem Kurvensicherheitstranings zu verzeichnen..bei mir aber geräuschlos.

    BT hat mir schon eine unbedenklichkeiterklärung gemailt. Den BT 45 habe ich mir damals eintragen lassen in 110/80 und 130/90

  4. Ich fahre eine RD 350 YPVS. Der BT 45 war bisher immer „unsere “ Pelle. Auch was die RD 500 oder TDR250 angeht…die ich auch habe. Leider gibt es den BT46 in den RD Größen nicht mehr,dazu das leidige Thema Eintragung der Reifen bzw. fehlende Reifenfreigabe für den 46er. So gesagt eine echte Katastrophe. Ich habe noch 2 Sätze BT45 bestellt….das zum Thema Vortschritt.

  5. Hallo Sven,

    Sehr schön geschrieben. Hast du schon Neuigkeiten aus der weiteren Nutzung? Bleibt alles gut?
    Habe mir eben die BT46 in zölligen Formaten (3.25-19+4.00-18) für meine 1970er Triumph bestellt. Bin gespannt…..
    Aktuell sind da Dunlop K81 drauf, bei Trockenheit völlik OK, bei Nässe würde ich denen keinen Meter trauen (nicht probiert), weil von 2013/14, also ‚Altgummi‘.
    Grüße aus Thüringen
    Stefan

    1. Hallo Stefan!

      Im Moment noch alles gut, aber ich bin auch erst ca. 2000 km mit den Reifen gefahren dieses Jahr. Leider hatte die Maschine zwischendurch einen Kardanschaden gehabt und den musste ich erst einmal reparieren.

      Was mir auffällt: Die Shimmy-Neigung steigt bei höherem Luftdruck am Vorderrad. Über die 2,5 Bar sollte ich bei meiner Maschine nicht hinausgehen, da dann das Reifenprofil wohl etwas zu „spitz“ wird und das Lenkerflattern zunimmt. Mit 2,5 Bar ist soweit alles in Ordnung.

      Hohen Verschleiß kann ich nicht bestätigen nach diesen 2000 km. Auch im Regenwetter und bei Kälte am Morgen machen sich die Reifen gut.

      Viele Grüße in die Heimat! 🙂

      Sven

      1. hallo Sven,

        Habe die beiden Pellen jetzt (selbst) aufgezogen: vorne passt es 1a (3.25-19), der BT46 ist sogar ein hauch schmaler als der Dunlop in 100/90-19. Hinten muß ich noch etwas Fenjustage am Kettenschutz betreiben. Der Reifen baut in 4.00-18 auf der WM3-Felge (2.15″) etwas breiter als der Dunlop K81 in 4.10-18. Aber ich denke es ist lösbar. Dafür hat das mit dem gelben Punkt für die leichteste Stelle gut gepasst, ich konnte sämtliche Gewichte am VR und HR entfernen, beide perfekt statisch gewuchtet.
        Bei meiner Triumph sind die Drücke vo./hi. mit jeweils 1.7bar angegeben, ich werde den BT46 hier wie die Dunlops mit ca. 2.0bar in beiden Reifen probieren, mal sehen wie das passt. Da bin ich vom Shimmy-Druck ja weit weg. Danke für die Hinweise und gute Fahrt.

        Ich berichte nach dem Urlaub, wenn ich das mit dem Kettenschutz und anschließendem TüV hinter mich gebracht habe. Lasse mir metrische und zöllige Größen eintragen (vo. 100/90-19 + 3.25-19, hi. 4.00-18 + 110/90-18), damit findet man bei fast jedem Hersteller ein gescheites Profil. Michelin hat ja gerade den Road Classic gebracht, als Nachfolger des Pilot Active).

        Grüße Stefan

        PS: ich freue mich weiterhin über Berichte deinerseits 🙂

  6. Hallo,

    ich muss bei meiner Kawasaki ER-5 den Vorderreifen erneuern, Hinterreifen ist noch recht neu. Aktuell fahre ich vorne sowie hinten den BT-45. Kann ich mir nun vorne den BT-46 neu draufziehen und hinten weiter mit dem BT-45 bedenkenlos weiterfahren?

    Grüße

    1. Moin Anonymous, hast du mittlwerweile eine Antwort auf deine Frage erhalten? Ich habe jetzt das gleiche Problem.
      Grüße, Steff

      1. Dazu müsst ihr Euch die Reifenfreigabe für Euer Motorrad bei Bridgestone anschauen!

        Bei meiner NTV ist eine Kombination von BT-45 und BT-46 möglich. Ich denke, dass das ggf. auch bei anderen Maschinen der Fall sein wird.

        Viele Grüße!

        Sven

  7. Danke für den Bericht und die Kommentare, habe seit letztem Jahr auf beiden Mopeds (BMW R80R und K100) den BT 45 vorne und hinten drauf. Sehr sehr zufrieden, vor allem letztes WE in der Eifel mit der R80R bei Regen und wechselnden Straßenbelägen top Haftung, sicheres Fahrgefühl und sehr gutes Bremsverhalten.
    Auf der K100 hab ich letztes Jahr fast 7000km zum Nordkapp und zurück abgespult und war positiv überrascht zum Nässe Verhalten und Fahrkomfort. Allerdings nach den fast 7000km muss er runter, Restprofil unter bzw. an Mindestgrenze von 1,6mm.
    Da steht dann auch der BT46 zur Debatte.

  8. Leider kann ich das Lob für eine XBR 500 (100/90-18 und 110/90-18) nicht ansatzweise bestätigen. Ja der Reifen ist sehr agil, aber leider fällt man regelrecht in die Kurven und er läuft allem hinterher, was auch nur annähernd in Längsrichtung auf der Fahrbahn ist. Markierungen, Bitumen, … Das fühlt sich einfach unsicher an.

  9. Ein guter Freund (Yamaha XS 650) und ich (Triumph Bonneville T100) Fuhren einige Sätze BT45. Vorne beide ca. 10`000-11`000Km. Hinten auch beide ca. 8`000-9`000Km. BT-46 auch beide V+H ca. 3`000Km weniger. Wir haben jetzt beide schon den 3.Satz Metzeler Roadtec 01 drauf und sind sehr zufriden. Allerdings machen sie auch so ca. 1500 weniger als der BT45. Aber sonst ein genialer Reifen;-)

  10. hallo,
    Dein Bericht war jetzt für mich eine Entscheidungsgrundage auf den BT-46 zu wechseln.
    Gestern hatte ich von Pirelli erfahren, dass die Metzler – Laertec-Modelle eingestellt werden sollen.

    Ich versuche jetzt mal den BT-46.
    Wie Du richtig angesprochen hattest, in 20 Jahren Reifenentwicklung sollte man den Unterschied gegenüber der früheren Erstausrüsterqualität merken.

    Anja Dannhäuser, Mannheim; Yam. TR1.1 (81er Umbau) u. XJ-900F
    Mannheim, 10.Aug.2021

  11. Sehr guter Beitrag, angenehm zu lesen.
    Selbst erfahre ich den BT46 auf einer Suzuki GS500E (98`) mit >85.000 km auf der Uhr. Habe den Reifen (Stand 04.12.21) 9.422 km gefahren und bin begeistert. ;-)))
    Fahrstil zwischen Cruisen (mit 80) bis hin zum sportlichen Handling zwischen 120 und 150 (auf der Landstr.) konnte ich dem Reifen voll vertrauen.

    Fahren bei Regen/nasser Fahrbahn, fährt wie auf trockener Fahrbahn. (Anm. bei einsetzenden Regen fahre ich aber auch „rücksichtsvoller“)

    Klare Kaufempfehlung 😉

  12. Vielen Dank für den super Bericht. Da freu ich mich auf den neuen Satz Reifen auf der K75. Das Verschleißproblem hab ich leider nicht.
    Hab mich erschrocken, als ich das Kaufdatum der letzten Reifen sah: 08-2012🤦‍♂️

  13. Hallo!

    Dieser Bericht ist immer noch der einzige im gesamten Netz über die BT46, den man finden kann, ohne, dass es sich um Werbung hält.
    Darf ich nach gut 2 Jahren fragen wie‘s mit der Laufleistung so aussieht?
    Ich habe ihn eh auch schon selbst montiert, aber hätte gern einen kleinen Ausblick.

    Danke für den sonst super ausführlichen Bericht.

    VG

  14. Vielen Dank für die ausführlichen Berichte. Fahre eine RE Interceptor 650 Bj.2020. Die orig. Berreifung (Pirelli Phantom Sportscomp) war nicht besonders vertrauenserweckend zu fahren und der Hinterreifen ist jetzt runter (8000km bei vorsichtiger Fahrweise! ). Bei der Suche nach neuen Reifen hab ich festgestellt, daß die Größe (100/90-18 + 130/70-18) von vielen Herstellern nicht angeboten werden und es wenig Testberichte gibt. So bin ich bei Avon Roadrider MkII und Bridgestone Battlax BT46 gelandet. Hat jemand von euch Erfahrung mit Avon?

  15. Erstmal zu den Prüforganisationen, da schreibst du:
    „Entgegen der Meinung des Verkehrsministers erkennen jedoch immer mehr Prüforganistionen diese im Fahrversuch ermittelten Freigaben nicht mehr bei einer Hauptuntersuchung an“ – Es ist ja nicht neu, dass die Organisationen sich gern mal quer (oder dumm) stellen, um mehr Gebühren zu erzielen.
    Die Formel lautet dann: „Verpflichtungsklage auf Erlass eines Verwaltungsaktes.“ Die Worte allein wirken Wunder.

    Bridgestone Reifen Bt23, 30, 31 und 32 für die NTV gibt es durchaus in der NTV-Größe 150/70.
    Das wurde hier vielleicht verwechselt mit Conti-Sport Attack, für den es mal eine Freigabe für 160er hinten gab, da kein 150er im Angebot war.

    1. Es geht ja nicht um die Hinterrad-Reifendimension, sondern um das Vorderrad. Dort sind die in den Papieren eingetragenen Dimensionen als Radialreifen nicht erhältlich.

      Sven

      1. Ookay, das war mir bisher in 10 Jahren NTV-Betrieb tatsächlich entgangen – 110/80 stehen in den Papieren, die o.g. Freigaben lauten auf 110/70.
        Daneben sehe ich nun, dass die Freigaben-Dokumente von Bridgestone nun anders heissen, bisher „Unbedenklichkeitsbescheinigung“, jetzt seit 2021 aber „Bereifungsempfehlungen“, mit der Fußnote „Wenn Größen nicht in den Papieren aufgeführt ist, ist eine Anbauabnahme notwendig.“
        Also, dem rechtstreuen NTV-Betreiber hat die EU-Bürokratie hier tatsächlich _neue_ Knüppel zwischen die Beine geworfen > Auswandern !

  16. Kurze Frage: Auf meiner NTV 650 RC33 steht auf der Schwinge, dass der Reifendruck 2,25bar vorne und hinten betragen soll, jedoch habe ich gehört, dass der BT46 auf der NTV mehr Druck haben muss und da wollte ich fragen ob dies bekannt/irgendwo nachzulesen ist, denn bisher habe ich Nichts gefunden. An sich fährt das Motorrad ganz angenehm, aber ich hab sie auch erst ca 300km gefahren und bin Fahranfänger.

    Mfg Marc S.

    1. Der Reifendruck auf der Schwinge bezieht sich auf die Originalbereifung, mit der das Fahrzeug einst ausgeliefert wurde.

      Der Reifendruck für die neuen Reifen wird für das Fahrzeug in aller Regel in der Unbedenklichkeitsbescheinigung / Reifenfreigabe angegeben und sollte auch eingehalten werden, da der Reifen anders konstruiert ist als die Originalbereifung. Ich fahre mit 2,8 Bar hinten und 2,5 Bar vorn eigentlich sehr gut! Über 2,5 Bar auf dem Vorderrad sollte man aber nicht gehen, auch nicht bei maximaler Zuladung, da der Reifen sonst kippelig wird.

      Viele Grüße!

      Sven

  17. Habe den BT46 auf meiner Interceptor nun 1500km gefahren. Gegenüber den originalen Pirelli Phantom eine ganz andere Klasse! Dort, wo die Phantom in den Kurven schon deutlich unsicher wurden, halten die BT46 wie festgeklebt. Mit denen kann man das Fahrwerk an die Grenzen bringen. Allerdings zeigt sich auch schon deutlicher Abrieb auf der Lauffläche! Werde weiter berichten.
    Grüßle

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